Der Berliner Dom

 
 
 
 

Der Berliner Dom gehört zu den Wahrzeichen Berlins und zu den Wahrzeichen Deutschlands. Mitten im Herzen der Bundeshauptstadt gelegen, zieht die flächenmäßig größte protestantische Kirche der Bundesrepublik jedes Jahr über 700.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an. Museumsinsel, Humboldtforum, Deutsches Historisches Museum, Rotes Rathaus oder der Boulevard Unter den Linden liegen in seiner unmittelbaren Nachbarschaft.

Die Geschichte des Berliner Domes und seiner darunterliegenden Hohenzollerngruft ist eng mit der Geschichte Berlins verbunden und reicht bis ins Jahr 1465 zurück. Mit der Erhebung der St.-Erasmus-Kapelle zum Kollegiatsstift im neu erbauten kurfürstlichen Schloss zu Cölln begann zu diesem Zeitpunkt die Geschichte des Berliner Domes. Kurfürst Joachim II. verlegte 1536 das Domstift in die ehemalige Dominikanerkirche südlich des Schlosses. 1747-1750 ließ Friedrich der Große nördlich des Schlosses von Johann Boumann d. Ä. einen barocken Neubau errichten. Der alte baufällige Dom wurde nach Umsetzung der Särge aus der Gruft abgerissen. Im darauffolgenden Jahrhundert baute Karl Friedrich Schinkel bis 1822 den Dom klassizistisch um.

Der Berliner Dom, wie wir ihn heute in vielen Details kennen, wurde 1905 fertig gestellt, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1993 nach langer Wiederaufbauzeit erneut eingeweiht.

Das Gebäude des Berliner Domes gehört seiner rund 1.600 Mitglieder umfassenden Gemeinde. Jedes Jahr ist ein Betrag in Höhe von rund 5,7 Millionen Euro für den Betrieb, die Sanierung und den Unterhalt der denkmalgeschützten Kirche erforderlich. Diese Summe erwirtschaftet die Gemeinde des Berliner Domes zu 97 Prozent selbst, lediglich vier Prozent stammen aus Kirchensteuern und öffentlichen Zuwendungen für die Kultur. Eine Million Euro fließen jedes Jahr alleine in den regulären Bauerhalt. Außergewöhnliche Sanierungsmaßnahmen und größere Vorhaben, wie zum Beispiel die geplante Sanierung und Weiterentwicklung des gesamten Gruftgeschosses, kann die Domgemeinde deshalb nur mit Unterstützung von außen bewerkstelligen.

Detaillierte Informationen zur Geschichte des Berliner Domes