König Friedrich I.
(1657–1713)

 
 

Vom ersten Tag seines Amtsantrittes als Kurfürst Friedrich III von Brandenburg im Jahr 1688 verfolgte Friedrich, Sohn des Großen Kurfürsten, ein wichtiges Vorhaben: seine Krönung zum König. Nach jahrzehntelangen Verhandlungen mit dem Kaiser in Wien war er am 18. Januar 1701 endlich am Ziel: Er krönte sich in der Schlosskirche des Königsberger Schlosses selbst zum ersten König in Preußen und nannte sich von da an Friedrich I. Mit dieser Selbstkrönung wollte er aller Welt seine Unabhängigkeit demonstrieren. In den folgenden Jahren unter seiner Herrschaft wuchs die politische Bedeutung seines Landes, für das sich die Bezeichnung ‚Preußen‘ mehr und mehr durchsetzte.

Im Berliner Dom hat König Friedrich I. nicht nur seine letzte Ruhestätte in der Hohenzollerngruft gefunden, in der Kirche steht auch sein Prunksarkophag, neben dem seiner zweiten Frau Sophie Charlotte. Beide Särge stammen von Andreas Schlüter, dem Architekt des Berliner Schlosses. Andreas Schlüter errichtet dem Herrscherpaar mit diesen beiden Särgen zwei besonders beeindruckende Grabdenkmale. Der aufwändig gestaltete Sarg passt gut zum Leben und Wirken Friedrich I. Er liebte Prunk und Glanz über alles.