Geschichte

 

Die Geschichte der Hohenzollerngruft beginnt im Jahr 1536. Damals bestimmt Kurfürst Joachim II. die Dominikanerkirche im Berliner Schloss zur Domkirche und zur Grablege der Hohenzollern. Rund 200 Jahre später, Mitte des 18. Jahrhunderts, beauftragt König Friedrich II den Architekten Johann Boumann d.Ä. im Lustgarten mit dem Bau eines neuen Domgebäudes. Die fürstlichen Särge werden 1749 in ein niedriges, dunkles Grabgewölbe unter dem neuen Dom überführt. Mehrmals wird dieses Gewölbe im Laufe der nächsten Jahrzehnte bei Hochwasser überflutet.

1894 lässt Kaiser Wilhelm II den alten Dom abreißen und an gleicher Stelle den Dom, wie wir ihn heute in wesentlichen Teilen kennen, errichten. Von Anfang an plant Architekt Julius Carl Raschdorff die Hohenzollerngruft 0,25m über dem höchsten bekannten Grundwasserstand.

Im Mai 1944 trifft eine Fliegerbombe die Kuppel des Berliner Domes. Zwei Tage lang brennt die Dachkonstruktion bis sie in die Tiefe stürzt und den Innenraum des Domes, sowie die Hohenzollerngruft schwer beschädigt. Zahlreiche Sarkophage werden zerstört, so zum Beispiel der hölzerne Außensarg von Königin Elisabeth Christine.

Ihr heutiges Aussehen hat die Hohenzollerngruft durch den Wiederaufbau des Domes in den 1990er Jahren erhalten. Dieser Wiederaufbau wurde mit Hilfe des Bundes, des Landes Berlin und des Dombau-Vereins finanziert. Die Gestaltung der Hohenzollerngruft wurde damals maßgeblich von Dombaumeister a.D. Rüdiger Hoth geprägt.

Seit 1999 ist die Grablege für Besucher öffentlich zugängig. Damals kamen um die 400.000 Touristen, heute sind es über 700.000 im Jahr.

Joachim II.
Film Elisabeth Christine

Zerstörter Innenraum
Zerstörte Gruft
Zerstörter Dom
Zerstörte Kuppel 1944
Sargaufstellung Vorgängerbau
Luftbild Dom 1905
Friedrich I und Sophie Charlotte in der Denkmalskirche
Dom 1905
Brennender Dom