Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg,
der Große Kurfürst (1640–1688)

Friedrich Wilhelm von Brandenburg kam mit 20 Jahren an die Macht. Er regierte fast 48 Jahre und war damit länger im Amt als alle seine Vorgänger und Nachfolger. Während seiner Regierungszeit rang er darum, die verheerenden Folgen des Dreißigjährigen Krieges zu überwinden und das Land wiederaufzubauen. Gleichzeitig schuf er ein starkes stehendes Heer, um in den europäischen Machtkämpfen bestehen zu können. In der Schlacht bei Fehrbellin gelang es ihm, die Schweden endgültig aus Preußen und Pommern zu vertreiben. Dieser Sieg brachte ihm den Beinamen „Großer Kurfürst“ ein. Friedrich Wilhelm von Brandenburg war es auch, der mit dem Potsdamer Toleranz-Edikt den verfolgten französischen Hugenotten eine neue Heimat bot. In Folge des Ediktes kamen tausende Franzosen nach Brandenburg und besiedelten ganze Landstriche neu.