Licht und Farbe

Istzustand
Simulation ursprünglicher Zustand 1905

Die Hohenzollerngruft wurde erst 1999 für Touristen geöffnet. Davor besuchten in erster Linie Familienmitglieder die Gruft, um beispielsweise am Grab ihrer Angehörigen einen Kranz niederzulegen. Licht fiel damals vor allem durch die wenigen Fenster im Ostflügel, das heißt in der Regel war niemand in der Hohenzollerngruft, es war leise und dunkel.

Heute beleuchten zahlreiche Deckenlampen den Weg für die 700.000 Besucher pro Jahr durch die Grablege. Das Licht spiegelt sich im glatt polierten Fußboden, ist diffus und erinnert an einen Krankenhausflur – ein Eindruck der durch die weiß gestrichenen Wände noch verstärkt wird. Die Stimmung in der gesamten Gruft wirkt durch das diffuse Licht und die weiße Farbe steril und wenig ansprechend.

Mit einem neuen Lichtkonzept soll die beeindruckende Architektur des Raumes mit seinen Säulen, Nischen und seinem Kreuzgewölbe hervorgehoben werden. Dieses Vorhaben wird eng mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt. Der Raumeindruck soll dabei insgesamt ursprünglicher und dunkler werden, was dazu führt, dass sich die Besucher vorsichtiger durch die Gruft bewegen und dabei leiser verhalten. Die Beschilderung an den Särgen erhält eine zusätzliche Lichtquelle, sodass diese in der Dunkelheit besser lesbar wird.

Wie die Beleuchtung entspricht auch die jetzige steril weiße Farbe nicht dem Originalzustand der Hohenzollerngruft von 1905. Geplant ist hier, den Urzustand wieder herzustellen. Damals setzten unterschiedliche Farbtöne die einzelnen Architekturelemente wie Wände, Fenster, Decken und Säulen gegeneinander ab und gliederten den Raum spannungsvoll.